Freitag, 5. Oktober 2012

HOBBYkünstlerMARKT - ein Widerspruch an sich?!?

Achtung, dies wird ein Frust-Post!!!

Kann es einen Hobby-Künstler-Markt überhaupt geben?
Darf es vielmehr nicht Hobby-Künstler-Ausstellung oder eben Künstler-Markt heißen?

So, nun aber erstmal von vorne.
Komme eben vom Rathaus und wollte mich nach eben diesen sogenannten "Hobby-Künstler-Markt" erkundingen.
Frau Mummelito hat eine Absage bekommen, denn der Markt sei nur für Hobby-Künstler, wenn ich ein Gewerbe habe, ist das ja nicht mein Hobby!!!

Auszug der Unterhaltung mit der Dame vom Amt:

.....
ich: Ja aber, bei der Beschreibung steht Hobby-Künstler bieten ihre selbstgemachten Sachen zum Kauf an. Aber privat darf man gar nicht verkaufen und wenn man verkauft, braucht man ein Gewerbe.
Ich wies die Dame aufs deutsche Steuerrecht usw... hin

Dame: Nein, es wird ja nur verkauft was hobbymäßig hergestellt wurde. Kleine Megen.. (Dame schon ziemlich genervt)

ich: Ja, aber es kommt nicht auf die Menge an, privaten Verkauf gibt es in Deutschland nicht.

Dame: Doch, das ist wie auf dem Flohmarkt! (noch genervter)

ich: Nein, sobald man Dinge mit der Absicht herstellt diese zu verkaufen ist man gewerblich.

Dame: Nein, wir machen das schon seit Jahrzehnten so! Und andere Gemeinden machen dassss auch so!

ich (denke mir bei Rausgehen): Aber in anderen Gemeinden heißt dass dann Ausstellung. Außerdem nur weil man etwas schon immer so macht ist es nicht richtig und rechtens......
habe mich dann lieber freundlich verabschiedet und bin gegangen, bevor ich angefangen hätte ihr noch einiges zum Thema runter zu beten von wegen Gesetze, Regeln, Vorschriften, Finanzamt....

So, irgendwie hat mich diese doofe Unterhaltung und der unfreundliche uneinsichtige Ton der Dame ganz schön aufgeregt.
Musste ich mal los werden.

Wenn es so einfach wäre und wir einfach mal eben so nebenbei als Hobby ein bisschen was nähen, sticken, stricken, häkeln und es dann nach Lust und Laune nur so zum Hobby verkaufen, fernab von irgendwelchen Regeln und Vorschriften. *Hachs* was wär das so schön einfach

Das kleine 1x1 des Verkaufens von handgefertigten Unikaten sagt uns doch schon:
Es gibt keine kleine Freimenge, es ist egal ob wir 1 oder 1000 Stücke im Jahr verkaufen, verkaufen ist gewerblich.
Wenn wir etwas mit der Absicht fertigen es zu verkaufen, dann ist das kein Hobby sondern gewerblich.
Auf dem Flohmarkt darf ich nur gebrauchte Dinge verkaufen und dies auch nur im normalen Rahmen eines Haushaltes, was darüber hinausgeht ist auch nicht mehr privat. Neuware (wozu die gefertigten Dinge auch zählen) sind nie privat.
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!
Auf die ganzen anderen Bestimmungen die die gefertigten Produkte evtl. erfüllen müssen will ich erst gar nicht eingehen.

Wie kann eine Geminde dann so einen Markt ausrichten, ohne sich an diese Vorgaben zu halten?

Oder sehe ich das jetzt viel zu verbissen?

P.S. freischaffende Küstler habe ich jetzt aus meinen Überlegungen raus genommen. Dafür gelten gewiss andere Regeln.....

Kommentare:

  1. oh Mann, Leute gibts!!! Es gibt aber doch bestimmt irgendeinen anderen Markt bei euch, wo Du Deine Schätze anbieten kannst?! Bei uns gibts die Haufenweise, und da wird nicht nach privat oder gewerblich gefragt :0)

    Lass Dich nicht ärgern!

    LG Vroni

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    1. Danke Dir liebe Vroni, ja ich bin/war ja schon auf Märkte, aber ich dachte so ein Heimspiel wäre mal ganz nett. Es geht mir ja auch nicht um die Absage an sich, sondern diese seltsame Regelung vonwegen privat und hobbymäßig verkaufen....
      glg Chrissy

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  2. Huhu! Das ist ja schon kurios! Also, ich würde (da mich solch Ungerechtigkeiten nicht ruhig schlafen lassen würden) mit dem Bürgermeister sprechen und nochmals in Ruhe die rechtlichen Dinge darlegen und dann darf er überlegen. Ehrlich, SO geht das nicht. Man/frau erträgt Absagen aufgrund von zuvielen Teilnehmern, aber nicht mit DER Begründung! Ich würde dran bleiben, liebe Grüße Doris

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  3. Ich bin noch nicht hinter alle Regelungen gestiegen. Aber ist es nicht so, wenn Du in einer gewissen Zeit mit Deinem Gewerbe keinen Gewinn erzielst, wird es als Hobby eingestuft (steuerlich, irgendwie). Darf man mit diesem Status noch verkaufen? Ich hab zum Glück noch keine Erfahrung damit, aber das wäre ja dann der "Hobbystatus", oder?
    LG, Simone

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    1. Simone, ich glaube wenn Du ein Gewerbe hast und keinen Gewinn machst und es dann als Liebhaberei, sprich Hobby eingestuft wird, dann musst Du die Steuern nachzahlen.
      lg Chrissy

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  4. Ehrlich gesagt, ich würde das auf mir auch nicht sitzen lassen.
    Ich würde da auch nochmal nachhaken. Deinen Ärger kann ich verstehen.
    LG Katja

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  5. Hallo Chrissy,

    also das würde mich auch ärgern.

    Ich kenne mich mit der Gesetzeslage nicht aus. Aber wenn es so ist, wie du schilderst, dann würde ich dran bleiben. Auch eine Gemeinde hat sich m. E. an Recht und Gesetz zu halten.
    Vielleicht gibt es aber auch mal wieder eine Gesetzeslücke, die so etwas zulässt, nur die Dame kennt sie nicht, weil "man es ja schon immer so gemacht hat".

    Lass den Kopf nicht hängen und wenn es dir wichtig ist, "kämpf" um deine Teilnahme.

    Viel Glück

    Liebe Grüße
    Evelyn

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  6. jaja, das ist ein schwieriges Thema, aber per Gesetz gibt es eben noch die sogenannte Liebhaberei. die steuerlich und gewerblich etwas anders gehandhabt wird...Kannst ja mal hier http://de.wikipedia.org/wiki/Liebhaberei
    nachlesen... da gibt es eben diese Gesetzes"lücke".....HOBBYMÄRKTE gehen davon aus, dass Überschüse und Kleinmengen verkauft werden...zum dekcen der Materialkosten für das Hobby z.B. Praktisch is das natürlich wurscht.....für Leute wie Dich....aber rechtlich sieht das so aus... wobei ich schon denke, dass viele der Hobbykünstler da mächtig Kohle mit verdienen..... Herlziche Grüße NETTE

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  7. Hallo

    aber Chrissy hat Recht - und wenn das Liebhaberei eingestuft wird, dann ist es trotzdem ein Gewerbe. Alles anderes ist nur Steuerlich relevant.

    Und ich würde auch weiter dran bleiben. Notfalls mal das zuständige Finanzamt informieren - die dürften an der Ausstellerliste sicherlich großes Interesse haben :)

    Schon schlimm genug, dass bei Dawanda jede "Bastelmutti" meint, sie sei als Privatverkäufer unterwegs (boah, allein die Bezeichnung rollt Fußnägel hoch) und muss sich weder mit Steuern, Gesetzen, Rückgaberecht, Versandverpflichtung, Verpackungsverordnung, CE-Kennzeichnung, etc pp nicht auseinandersetzen und uns ehrlichen gewerblichen Verkäufern dann mit den Preisen auch noch das Leben zur Hölle machen........

    Chrissy, ich kann dich sehr gut verstehen. Bleib einfach dran und lass das nicht auf sich beruhen ...

    Just my 2 cents

    Jennifer

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    1. Danke ihr Lieben,
      jetzt gehts mir schon etwas besser, wo ich weiss, dass ich mit meinen Gedanken recht hatte.
      Ich meine mir geht es nicht um die Teilnahme an dem Markt, da geht sicherlich eh nicht viel. Mir gehts hierbei einfach ums Prinzip.
      Es gibt mitterlweile so viele Vorgaben die wir "Gewerbliche" erfüllen müssen, Jenni, du sprichst es ja schon an. Und dann kommt da die Bastelmutti oder Bastelomi und schert sich um gar nix dergleichen.....(damit will ich jetzt niemanden persönlich angreifen)
      Ich kann mir auch kaum vorstellen, das diese Leute dann am Ende des Jahres in der Steuererklärung freiweillig ihren Hobbymarkt angeben.
      glg Chrissy

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  8. Liebe Chrissy
    das gleiche Problem hatten wir hier bei uns letztes Jahr auch - da wollte uns die nette Gemeinde auch nicht zum Hobbykünstlermarkt zulassen weil wir eben auch ein Kleingewerbe haben - so ziemlich das gleiche blabla wie bei dir.

    Am Ende durften wir dann doch mitmachen - umgeben von Bastelomis im wahrsten Sinn des Wortes :D

    Aber es stimmt schon, bei den Unmengen von "Privatverkäufern" stellt man sich doch langsam mal die Frage, wieso hab ich überhaupt ein Gewerbe angemeldet und mach das nicht auch alles nebenbei und just4fun??

    Liebste Grüße & nicht ärgern lassen
    Steffi

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  9. Genau das nervt mich auch schon seit einiger Zeit. Ich habe es in einem Laden mit Fachvermietung erlebt das da ganz viele ohne Gewerbe verkaufen. Als ich mal nachhakte wurde mir gesagt das sie sich sogar rechtlich erkundigt haben und es ist erlaubt.
    Ich hatte vor einiger Zeit auch gelesen das sich jemand deswegen auch schon mal bei einem Amt erkundigt hatte wegen dieser Sache und sie bekam die gleiche Antwort.

    LG Andrea

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  10. Ich kenn mich auch nicht soooo aus im Verkaufsrecht, aber bei DaWanda kann ich doch auch gewerblich und privat verkaufen. Ich bin z.Bsp. gewerblich als Schneiderin gemeldet und ich verkaufe privat meine handgefertigten Sachen (mit Absicht) bei DaWanda, also ich bin dort ganz offiziell private Verkäuferin.
    Aber nichts-desto-Trotz verstehe ich die Dame nicht, warum Du Deine Sachen nicht auch auf diesem Markt verkaufen darfst???
    lG, Manu

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    1. Liebe Manu,
      ehrlichgesagt verstehe ich das bei Dawanda mit de gewerblichen und privaten Verkaufen auch nicht. Also ich weiss dass man das wählen kann, aber was sagt denn das Finanzamt und die gesetzl. Regelung dazu?
      Ich meine Du hast ja eine Gewerbe dahinter stehen, aber es gibt ja auch einige die das nicht haben.
      lg Chrissy

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    2. ich denk mal irgendwie hängt es mit den Einnahmen zusammen. Ich hab ja nun noch nicht viel verkauft und auch dadurch nicht viel eingenommen, dafür dann auch noch ne Abrechnung ans Finanzamt wäre ja dann ein riesen-Aufwand für die paar "Hippler", deswegen denk ich mal ist es so.Ich nehm z.Bsp. auch morgen meine Sachen mit auf den Trödel, bis jetzt hat der TrödelBetreiber auch nix gesagt, das ich meine Sachen da nicht verkaufen darf. hmmm.... naja
      lG, Manu

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  11. Ich würd auch mal...ganz anonym freundlich beim Finanzamt nachfragen...nenn ruhig den Markt und frag nach.

    Sollen die das doch mal checken, ob da alles rechtens ist...Auch für Liebhaberei muss man trotzdem ein Kleingewerbe anmelden...ganz ohne Gewerbe geht es nicht...zumindest nicht legal.

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  12. ojeee chrissy das würde mich auch sehr ärgern und ich würde auch dran bleiben und ggfs. mich an eine übergeordnete behörde wenden. wie meine vorrednerinnen schreiben, ist ein verkauf von nicht getragenen/benutzten dingen, gewerblich und im prinzip dürften ja nur leute mit gewerbeschein "ausstellen". ich selbst habe auch schon an märkten teilgenommen und wurde immer nach meinem gewerbeschein gefragt und konnte ihn auch - wie es sich gehört - vorlegen. was bei dawanda läuft ist teilweise eine große sauerei und ich hoffe immer darauf, dass die gerechtigkeit irgendwann siegen wird. da ich mich selbst nicht so sehr mit dem ganzen kram auskenne, habe ich sogar noch das vergnügen einen stb bezahlen zu dürfen, der für mich alles regelt (wenn es nicht so wäre, hätte ich immer ein ungutes gefühl).

    du machst das schon, wahrscheinlich leuchteten der dame deine argumente ein, aber soll sie zugeben, dass sie seit jahr und tag "etwas falsch" macht ?!

    ärger dich nicht mehr so sehr, ich wünsche dir und deinen lieben ein schönes wochenende !

    viele ♥-liche grüße
    marion

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  13. Wenn Du nicht dran teilnimmst... dann geh' ich nicht hin!!! ;o)

    LG
    Mamchen

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  14. Also, zum einem jeder Gewinn der durch einen Verkauf erzielt wird ist Steuerpflichtig, egal ob der vom Flohmarkt oder vom bunten Auktionshaus. Der Unterschied zwischen Privat Verkäufer und Gewerblich besteht unteranderem wohl darin, das man als Gewerblicher Verkäufer sein Material zu ganz anderen Konditionen beziehen kann als ein Privat Verkäufer. Gewerblich handelt, wer mit einer Gewinnerzielungsabsicht einer auf die Dauer ausgelegten Tätigkeit nachgeht. Aber es gibt definitv unterschiedliche Urteile dazu. Blöd ist es alle mal.
    viele liebe Grüße Rubinengel

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♥ schön von Dir zu lesen - Danke für Deine Worte ♥
☮☮☮